Seit dem 7. Juni wurde in den Medien der Ausbruch des Elefanten Sabu, welcher vom Zirkusunternehmen Knie, gefangen gehalten wird, wiederholt thematisiert. Die Familie Knie verteidigte sich stets mit der Behauptung, dass in ihrem Unternehmen die Tiere vorbildlich gehalten werden. Aber wie kommt es, dass die Elefanten trotzdem versuchen zu fliehen? Ketten und Gitter reichen offenbar nicht mehr aus, um sie davon abzuhalten. Von einem Ort, an dem sie sich wohl fühlen, würden sie schliesslich nicht einfach so weg laufen. Es ist kein Geheimnis, auch wenn die “fascination” einige blind machen mag, dass die Elefanten im Zirkus Knie nicht annähernd ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Um diesen Umstand zu erkennen, braucht man kein Experte zu sein, sondern es genügt ein Besucht des Zirkuszoos. Fakt ist: Nichts erinnert an die Umstände, in denen sie in Freiheit leben würden. Sie werden, verfrachtet in Lastwagen, tausende von Kilometern herumtransportiert, auf engstem Raum und auf Betonböden gehalten und während 8 Monaten dazu gezwungen an 340 Vorstellungen teilzunehmen. Dies ist wahrhaftig ein Leben in einem Gefängnis!
Die Tiere haben ein Recht ihr Leben frei von den Zwängen des Zirkus, frei von Käfigen, frei von Dressur und Peitsche zu leben. Der finanzielle Profit einiger weniger rechtfertigt diese Zustände nicht. Gefängnis ist eine Tortur, sowohl für Menschen, als auch für Tiere und das ist inakzeptabel.
Wir fordern, dass die Zirkusunternehmen, allen voran der Zirkus Knie, damit aufhören für ihr Spektakel Tiere auszubeuten. Wir fordern, dass die Rechte der Tiere respektiert und ihre Würde geschützt werden. Wir fordern, dass diese Spektakel künftig nur mit ArtistInnen produziert werden, die zuvor ihr Einverständnis zur Teilnahme gegeben haben und nicht mit solchen, die am anderen Ende der Welt gefangen, gefoltert, von ihrem sozialen und natürlichem Umfeld getrennt und schliesslich in die Schweiz verfrachtet wurden.
